Gerade für Selbstständige ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung enorm wichtig. Da sie in der Regel nicht gesetzlich rentenversichert sind, bekommen sie bei Berufsunfähigkeit üblicherweise keine staatlichen Leistungen.
Dem Risiko der Berufsunfähigkeit ist jeder ausgesetzt, nicht nur körperlich tätige Personen. 28 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit liegen psychische Beschwerden zugrunde. 25 Prozent der Berufstätigen in Deutschland verlieren vor dem Rentenalter die Fähigkeit, ihren Beruf zu 100 Prozent ausüben zu können. Daher sollte jeder das Risiko der Berufsunfähigkeit bei der Zukunftsplanung berücksichtigen.
So oder so droht bei Berufsunfähigkeit das Entstehen einer großen Vorsorgelücke. Die staatliche Hilfe reicht nicht für die Aufrechterhaltung des eigenen Lebensstandards aus. Selbst wer eine volle gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung erhält, bekommt nur rund 30 Prozent seines vorherigen Bruttogehalts. Das dadurch entstehende finanzielle Loch sollte man mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung kommt bereits auf, wenn man seine Tätigkeit zu 50 Prozent nicht mehr ausüben kann.
Es empfiehlt sich, die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente bis zum Eintritt in die reguläre Rente festzulegen. Bei der Höhe der Rente sollte man berücksichtigen, dass man bei Berufsunfähigkeit auch genug Kapital für die private Altersvorsorge hat. Dies gilt gerade für Selbstständige, da die meisten von ihnen keine gesetzliche Rente erhalten. Wer das Inflationsrisiko decken möchte, kann eine dynamische Berufsunfähigkeitsversicherung wählen. Im Versicherungsfall steigt die Rente dann jährlich. In jedem Fall sollte man zunächst jede Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichen.